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Altpaläolithikum !?
Geologie, "Art"


Region  Rohmaterialanalyse


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Als Teil der Südlichen Frankenalb wurde das Untere Altmühltal durch die sogenannte Alb- oder Altmühldonau (Urdonau), die im Wellheimer Trockental beginnend, in einem weiten Bogen nach Norden die Fränkische Alb durch flossen hat, gebildet. Die Altmühl schneidet Schichten des Weißjura, die in Form von sog. Massenkalken (gewachsene Riffe) anliegen zwischen Essing und Kelheim (Kelheimer Kalke) an. Schwämme, Hydrozoen und Korallen waren die Hauptgerüstbildner der Massenkalke.

Neben Resten pleistozäner (altpleistozän) Flußterassen , sind in Resten die eiszeitlichen Lößablagerungen auf der Alb und z.B. am Ortsausgang von Essing erhalten.

In den Schichten des Malm Delta bis Zeta liegen sowohl in der Kelheimer Fazies wie in der Plattenkalkfazies zahlreiche Kieselbildungen in autochtoner Lagerung vor. Die Vorkommen sind knollig oder plattig ausgebildet und kleinräumig sehr verschieden. Im Bereich des Unteren Altmühltals sind die Kreideschichten durch tiefgründige Verwitterung im Tertiär bereits vollständig abgetragen worden. Die kreidezeitlichen Kieselbildungen , die im folgenden als Kreide-Hornstein bezeichnet werden, kommen in der lehmigen Albüberdeckung residual vor. Durch die Mobilisierung von Kieselsäure kam es im Alttertiär zu einer flächigen epigenetischen Verkieselung der Landoberfläche von zumeist kreidezeitlichen Ablagerungen. Die Größe dieser als Kallmünzer bezeichneten Quarzite liegt zwischen Handstückgröße und bis zu metergroßen Blöcken. Im Jung-Tertiär erfolgte stellenweise eine weitere Verkieselung von Gesteinen. Die Tertiär-Quarzite liegen bereits in sekundärer Lagerung (Rutte 1962). Als weitere Silex-Rohmaterialien befinden sich Flußgerölle, insbesondere Radiolarite und Lydite, allochthon in den alt- und mittelpleistozänen Schottern. Die Lydite sind nordostbayerischer Herkunft und wurden mit dem Urmain im Pliozän bis Altpleistozän nach Süden transportiert (Rutte 1962, 161). Im Arbeitsgebiet findet man sie in den Schotterresten auf der Hochfläche und in den altpleistozänen Terrassenresten. Die Lydite aus den Schottern der Hochfläche sind für eine Verarbeitung aber zu klein. Die Radiolarite stammen aus dem alpinen Bereich und sind entweder mit der Oberen Süßwassermolasse (Rutte 1962, 136f.,143) ins Alpenvorland oder im Pleistozän durch die Donau bis in das heutige Altmühltal transportiert worden. In den Flußschottern treten zusammen mit den Lyditen und Radiolariten vereinzelt auch Quarzite und Quarze als Gerölle auf, die zum Spalten nur wenig geeignet sind. In geringer Anzahl wurden sie in fast allen mittelpaläolithischen Fundstellen der Region verwendet.

7a: Quarz-Gerölle der Urdonau (teilweise "angeschlagen") aus den Hochterrassen (Artefaktfundflächen) der Alb. Die beiden vorderen Stücke (rechts) zeigen eine geschrägte, patinierte Zurichtung (Chopper? 6 x 7 u. 9 x 6 cm). Rechte Bildhälfte: zwei spitz zulaufende Quarze. Hinteres Objekt (mitte) mit Kalksinterauflage. Vereinzelt tragen die Kiesel auch Krustinationsreste wie an Artefakten der bräunlich patinierten Quarzitfazies. Eiförmiges Objekt ganz rechts, mit relativ frischer, heller Schlagschädigung (im Vergleich zu ganz unten links, eiförmig, patinierter Schlagschaden). 

7b: Vergleichbare Befundsituation: Geröllchopper aus Hünfeld-Großenbach, Kreis Hersfeld-Rotenburg.


9: Merkmale der Quarzchopper zeigen sich auch an Quarzitgeröllen, hier mit einseitigem Spitzenzuschlag, facettierter Seite und eventuellem Schlagnarbenfeld am Heckbereich.

Einige Rohmaterialien wie z.B. der Baiersdorfer Platten-Hornstein, der Platten-Hornstein von Abensberg-Arnhofen und der weiße Lehnberger Quarzit können kleinräumigen Rohmaterial-Lagerstätten zugewiesen werden. Für die meisten Varietäten der grauen Jura-Hornsteine und der grauen bis braunen Kreide-Hornsteine ist die genaue Verbreitung bisher unbekannt. Besonders für Kreidehornsteine, die sehr variantenreich sind, ist eine Abgrenzung der Lagerstätten schwierig. Auch wenn man einen Aufschluß findet, ist nicht sichergestellt, daß gleichartiges Rohmaterial nicht auch an weiteren, bisher unbekannten Stellen ansteht. Das Rohmaterial aller mittelpaläolithischen Fundstellen des Unteren Altmühltals weist in der Verteilung der Rohmaterialklassen (Jura-Hornsteine, Kreide-Hornsteine, Radiolarit, Lydit etc.) ein relativ einheitliches Spektrum auf, das sich von dem jungpaläolithischer Fundstellen deutlich unterscheidet. Kennzeichnent ist ein hoher Anteil an Kreide-Hornsteinen. Im Jungpaläolithikum werden dagegen deutlich mehr Jura- und Platten-Hornsteine besserer Qualität verwendet.


17a: Nasenschaber (hierzu auch vorherige Seite: Altpaläolithikum ab Abbildung 29 und ab Abb.85 bzw. 87) wurden von Alfred Rust 1953 in der Grube Grafenrain bei Mauer entdeckt ( Rust 1965. 28, 19, 30-32) in der auch 1907 der Unterkiefer des Homo heidelbergensis gefunden wurde. Diese Nasenschaber werden aber bis heute von der Wissenschaft sehr kritisch betrachtet und erlangten keine allgemeine Anerkennung. Ihre Entstehung wird dem Geschiebe in den Flussschottern des alten Neckars (in diesem Fall) zugeschrieben, vielleicht auch deswegen, weil man nur nach Werkzeugen aus Hornstein suchte. Wobei aber Karl Narr (Narr 1966. 27, 140-141) darauf hinweist, dass diese Geschiebeformung kaum erforscht ist und zumindest für ein Teil der Funde eine gezielte Herstellung angenommen werden kann. Weitere Funde an anderen Orten stehen ebenfalls der Auffassung einer zufälligen Entstehung entgegen. So stammen z. B. aus dem altpaläoloithischen Fundort Münzenberg (Wetterau / Oberhessen 40 "typische Heidelberger Nasenschaber" aus plattigem Tertiärquarzit und Basaltgeröllen, vergesellschaftet mit Geröllgeräten (Choppern), wobei etwa eine Hälfte aus Schotter- und die andere aus Oberflächenfunden besteht (aus Battenberg / Pfalz Ein altsteinzeitlicher Werkplatz des Homo heidelbergensis / Beitrag zur Erforschung der frühen Werkzeugkultur / Emil Hoffmann).


17b: Kleiner Nasenschaber aus Hornstein (5,6 x 4,8 cm) mit zwei schmalen Clactonbuchten.

Weitere Werkzeugtypen der Fundstelle:

Triederförmige Faustkeile.

Detail der Triederspitze.

Gedrungene fäustelartige Faustkeile aus Quarzitgeröll in typischer Erscheinung.

Rohmaterialanalyse des Kelheimer Quarzitgesteins:

Häufig auftretende Schwammkörper deuten auf eine ausgewitterte Deckschicht der Albhochfläche. Flussterassenschotter könnten dadurch weniger in betracht kommen.

19a: Spongiöse Matrix, wahrscheinlich ein Schwammkörper. Radialschnitt: Stark verwitterte Oberfläche. Die Spongiosa ist schon an der porösen Oberfläche erkennbar.

19b: Matrix wie in Objekt zuvor, spongiös. Der silifizierte (?) innere Teil zeigt deutlich einen Schwammkörper mit Schwammnadeln. Die Anordnung Schwammkörper in spongiöser Matrix bleibt zunächst ungeklärt (Schnittfläche etwa 4,2 cm).

19d: Detailaufnahme.

19e: Schwammnadeln in situ.

19f: Negativ eines Juraammoniten (Perisphinktes?) in spongiöser Matrix (Länge: 6 cm).

Burgruine Randeck auf der Jura-Klippe. Beobachtungspunkt für den Neandertaler auf die Altmühl, für homo erectus (h. heidelbergensis) auf die Urdonau und den entsprechenden Wildwechsel im Talgrund.


Blick vom Hochplateau der Fränkischen Alb auf Essing im Altmühltal (Urdonautal)


Etwa 70 Prozent der dunkel patinierten Artefakte entstammen der rot umrandeten Fläche. Mittelpaläolithische Artefakte streuen weiträumiger. Der gelbe Kreis zeigt die Stelle der Hornstein-Variante (Startseite) aus überwiegend spät mittelpaläolithischer Zeitstellung an. Der helle Strich im roten Rechteck markiert 50 Meter.


Themenlink zum Ries-Impact:  www.rieskratermuseum.de

Themenlink zur Urdonau: http://www.ingolstadt.de/stadtmuseum/scheuerer/donau/donau-03.htm


Kontakt email:  protofakt@t-online.de


Agios Pavlos (Südküste Kreta)

Acryl auf Leinwand 100 x 150 cm  06/2014

http://www.kunstnet.de/protofakt

Natur und Kultur  Acryl auf Leinwand, (2 x 80 x 100 cm). Nachfolgend: Detailausschnitte aus Natur und Kultur...


Natur und Kultur (120 x 80 cm) Acryl auf Leinwand  01/2012






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"Höhle im Altmühltal" (120 x 80 cm) Acryl auf Leinwand  01/2012




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Artefakte  Acryl auf Leinwand, (60 x 60 cm).





Artifiziell   Acryl auf Leinwand (80 x 60 cm) 09/2011





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Freising     Acryl auf Leinwand (100 x 80 cm) 01/2012



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"Freisinger Altstadt" Acryl auf Leinwand (80 x 60 cm) 08/2012

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"Freisinger Altstadt / Morgenstimmung am Rindermarkt"  (80 x 120 cm) Acryl auf Leinwand  09/2012



Regensburg "Steinerne Brücke"  (30 x 25 cm) Acryl auf Leinwand  02/2012


"The true religion"   (50 x 70 cm) Acryl auf Leinwand 07/2012



"Brücke im Altmühltal bei Pfünz"  Acryl auf Leinwand
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Freising, am Wörth.  Acryl auf Leinwand (80 x 60 cm) 10/2011.


Freising, Untere Haupstraße (40 x 30 cm) Acryl auf Leinwand, 11/2011

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